
Wiser eSetup by Feller
Smarte Elektroinstallationen in Betrieb nehmen
Wiser eSetup ist die App, mit der Elektrofachkräfte eine Wiser-Anlage von Feller in Betrieb nehmen. Sie weisen darin Lichter, Storen, Heizzonen und Sensoren den Räumen zu, stellen sie ein, testen sie und schliessen die Anlage ab, bevor die Bewohner:innen darauf zugreifen. Seit 2025 gestalten wir die User Experience und das UI Design der App für iOS und Android weiter und bringen neue Funktionen in die App.
Design im laufenden Betrieb
Wiser eSetup war bereits im Einsatz, als Feller uns 2025 beigezogen hat, um Bedienung und UI Design zu verbessern und neue Funktionen in die App zu integrieren. Seither entwickeln wir das Design kontinuierlich weiter, im wöchentlichen Austausch mit der Projektleitung von Feller und dem Entwicklungsteam der App. Rückmeldungen von Elektrofachkräften aus dem Feld fliessen dabei ebenso ein wie neue Anforderungen und interne Erfahrungen von Feller. Entscheide entstehen gemeinsam und auf Augenhöhe.
Wiser by Feller
Die Feller AG aus Horgen stellt seit 1909 Schalter, Steckdosen und Systeme für die Elektroinstallation her und gehört zu Schneider Electric. Ihre vernetzte Gebäudetechnik Wiser nutzt dieselben Dosen und Drähte wie eine konventionelle Installation, ergänzt um einen Kommunikationsdraht, den K+. Über den WLAN-Apparat erreicht die App die ganze Anlage. Damit schliesst Wiser die Lücke zwischen konventioneller Installation und KNX.
Vom Rohbau zur vernetzten Wohnung
Nach der Montage funktionieren Schalter, Leuchten, Storenantriebe und Heizungscontroller bereits in ihren Grundfunktionen. Kein Apparat weiss aber, in welchem Raum er sitzt, und es gibt weder Szenen noch Heizzonen noch Storengruppen. Aus dieser Installation macht Wiser eSetup ein vernetztes System. Verbraucher werden benannt und Räumen zugeordnet, Wetterschutzgruppen und Heizzonen eingerichtet, und am Ende steht eine geprüfte, dokumentierte Anlage.
Die Arbeit folgt einer festen Reihenfolge, und die App zeigt sie in der Navigation am unteren Rand: Setup, Geräte, Szenen, Sensoren, Abschliessen. Der Abschluss ist von Anfang an sichtbar, Nutzer:innen können jederzeit dorthin springen und sehen, was noch fehlt.
Wiser eSetup ist eine klassische B2B-App. Sie richtet sich an ausgebildete Elektrofachkräfte und spricht deren Sprache. Das Gegenstück für die Bewohner:innen ist die Wiser Home App, mit der das Zuhause gesteuert wird.

«Finde mich»: Die Wand wird zum Bildschirm
Welcher Apparat welche Lampe schaltet, steht in keiner Liste. Andere Systeme lösen das über Gerätenummern: Jemand notiert beim Einbau, welcher Apparat wohin gehört, und überträgt die Liste später in eine Software. Wiser eSetup nutzt stattdessen die Taster an der Wand als Ein- und Ausgabefläche.
Ein Tap auf «Finde mich», und in der ganzen Wohnung pulsieren die Tastenbeleuchtungen blau. Nutzer:innen gehen durch die Räume und drücken, was leuchtet. Jede gedrückte Taste erscheint in der App als ausgewählte Last, am Ende weist ein Knopf alle gemeinsam einem Raum zu. Die Richtung ist umgekehrt: Nicht das Gerät auf dem Bildschirm wird im Raum gesucht, sondern die Taste im Raum erscheint auf dem Bildschirm.
Dasselbe Verfahren kommt an mehreren Stellen vor, mit einem festen Farbcode. Blau verbindet Taster mit Lasten, Violett verknüpft Szenen, Gelb bündelt die Einrichtung und Überprüfung der Installation, von Gruppen über Raumtemperatursensoren bis zur Verdrahtungsprüfung. Die Farbe der Kreise in der App ist dieselbe wie die Blinkfarbe an der Wand. Auch die Übernahme einer bestehenden Anlage wird an der Wand bestätigt: Der WLAN-Apparat öffnet für dreissig Sekunden den Übernahmemodus, in dieser Zeit drücken Nutzer:innen die Taste am Apparat. Aus der Ferne lässt sich eine Anlage damit nicht übernehmen.
Anlage erstellen und Verdrahtung prüfen
Die Inbetriebnahme beginnt mit einem linearen Flow: Haustyp, Installationsname, Adresse und Raumstruktur, mit den üblichen Räumen als Vorschlag. Danach verbinden Nutzer:innen ihr Smartphone mit dem WLAN-Apparat, der dafür ein eigenes lokales Netzwerk bereitstellt, per QR-Code oder manuell. Kommt keine Verbindung zustande, führt die App in nummerierten Schritten durch die Einstellungen des Telefons, nennt den Netzwerknamen des Apparats und öffnet die Systemeinstellungen direkt. Reicht das Signal im Rohbau nicht aus, lässt sich ein temporäres Netz zur Reichweitenerweiterung einrichten.

Vor der eigentlichen Zuordnung steht der Installationscheck. Die App lässt die Tasten aller Apparate blinken: gelb bei korrektem Anschluss, rot bei schwachem Signal und gar nicht bei fehlendem Signal. Beim Rundgang durch die Wohnung sehen Nutzer:innen den Fehler dort, wo er sitzt: an der Dose mit der schlechten Klemme.
Lasten, Gruppen, Szenen und Heizzonen
Jede Last hat ein eigenes Einstellungsblatt, dessen Optionen vom Typ abhängen. Bei einem Dimmer legen Nutzer:innen Farbsteuerung, minimale und maximale Helligkeit und Dimmgeschwindigkeit fest und bearbeiten die Dimmkurve als Diagramm, linear oder logarithmisch. Einen Storenmotor kalibrieren sie, indem sie ihn einmal ganz nach unten und ganz nach oben fahren, danach folgen Typ, Fahrtrichtung, Lamellenverstellung und Fahrzeitbegrenzung. Zu jeder Einstellung liefert die App eine Erklärung.

Gruppen legen fest, was gemeinsam geschaltet wird, etwa das Wohnzimmerlicht vom Gang aus oder vier Storen mit einer Taste. Was in einer konventionellen Installation über die Verkabelung festgelegt wird, lässt sich hier in der App programmieren und später umprogrammieren. Auch Heizzonen entstehen in der App: Heizventile am Heizungskontroller werden gemeinsam geregelt und einem Raumtemperatursensor zugeordnet. Eine Kabelverbindung von jedem Thermostat zum Warmwasserverteiler braucht es dafür nicht.

Szenen speichern einen Zustand mehrerer Lampen und Storen und liegen danach auf einer Taste an der Wand, zugeordnet über die violett blinkende Taste. Für die Wetterstation fassen Nutzer:innen Storen und Markisen zu Wetterschutzgruppen zusammen, mit vier Schutzfunktionen in fester Rangfolge: Hagel, Wind, Regen, Frost. Eine Simulation löst jedes Wetterereignis in der App aus. So lässt sich der Wetterschutz bei der Abnahme prüfen, ohne auf das Wetter zu warten.


Prüfen, abschliessen, dokumentieren
Vor dem Abschluss prüft die App die Anlage und listet die offenen Punkte nach Art gruppiert. Zu jedem Punkt steht, was fehlt, warum, und was zu tun ist. Ein Tap führt direkt an die Stelle, an der er sich beheben lässt. Solange Punkte offen sind, lässt sich die Anlage nicht abschliessen.

Zum Schluss erstellt die App ein Backup der Anlage in der Cloud und erzeugt die Anlagedokumentation als PDF: Titelblatt, eine Übersicht der Räume und Funktionen mit denselben Symbolen wie in der App, die Wetterschutzgruppen und eine Seite für Bemerkungen. Ein separater Dokumentationsschritt entfällt. Die Namen aus der Inbetriebnahme erscheinen später auch in der Wiser Home App der Bewohner:innen, deshalb schlägt die App aussagekräftige Bezeichnungen vor und begründet das: «Dies hilft Ihrem Kunden, sich in seiner Wiser Home App besser zurechtzufinden.»

User Experience für die Baustelle
Nutzer:innen bedienen die App im Stehen, auf einer Leiter, mit einer Hand, oft mit Handschuhen und bei schlechtem Licht. Aus Rückmeldungen aus dem Feld war klar, dass die Oberfläche der Vorgängerversion zu klein war. In der Neugestaltung haben wir die Bedienelemente deshalb gross angelegt: Buttons über die volle Breite, hohe Listenzeilen, grosse Schrift.
Auf einer Baustelle ist selten alles fertig. Die Erfassung lässt sich mit «Für später speichern» unterbrechen, nicht angeschlossene Kanäle werden als «unbenutzt» markiert, damit die Anlage trotz Lücken abschliessbar bleibt. Wo der bequeme Weg scheitern kann, steht ein zweiter daneben: Standort oder manuelle Adresse, QR-Code oder manuelle Verbindung, Netzwerkliste oder verstecktes Netzwerk. Räume entstehen aus einem Raster von einundzwanzig Raumtypen mit eigenem Symbol, Namen lassen sich frei vergeben oder aus Vorschlägen wählen.

Die User Experience ist auf Elektrofachkräfte ausgelegt, die nur wenige Wiser-Anlagen pro Jahr in Betrieb nehmen und deshalb keine Routine haben. Die Navigation gibt die Reihenfolge vor, die Prüfung erklärt jeden offenen Punkt im Klartext, und wo die Software nicht weiterkommt, führt die App mit Fotos an die Hardware, bis hin zur Grösse des Schraubendrehers.
Apps für das Elektrohandwerk kennen wir aus der Zusammenarbeit mit Sonepar und Siresca: vom digitalen Grosshandel bis zur Augmented Reality auf der Baustelle.

Lokal verbunden, auf jedem Smartphone
2026 wurde Wiser eSetup in Flutter neu entwickelt, mit einer gemeinsamen Codebasis für iOS und Android. Auf Baustellen gibt es keine einheitliche Geräteflotte, und eine Anlage wird oft auf einem Smartphone begonnen und auf einem anderen weitergeführt. Die App verbindet sich mit genau einem Apparat, dem WLAN-Apparat, und erreicht über den K+ alle übrigen, ohne Pairing pro Gerät. Weil es im Rohbau oft weder Heimnetz noch Mobilfunk gibt, läuft die Inbetriebnahme lokal über dessen Access Point. Backup, Firmware-Updates und Support kommen danach über die Cloud dazu.